Ein Handyvertrag, der nur eine SIM-Karte ohne Handy oder andere Zugaben beinhaltet, kann einen ganz individuellen Leistungsumfang bieten. Da während der Laufzeit kein Handy subventioniert wird, sollte der Tarif allein deutlich günstigere monatliche Gebühren aufrufen. Wenn Sie einen SIM-Only-Tarif buchen möchten, sollten Sie aber dennoch auf einige wichtige Aspekte bei der Auswahl achten.

Nur SIM-Karte – Vertrag ohne Handy

Sie brauchen sich zwar kein Smartphone oder eine andere Zugabe aussuchen. Sie sollten aber dennoch vorher überlegen, welche Leistungen Ihr neuer Handyvertrag bieten soll. Die meisten Tarifoptionen sind in Englisch oder sogar eher in einer eigenen Mischmaschsprache benannt. Die vielen Begriffe, die Ihnen bei der Auswahl des Tarifs begegnen, wollen wir hier einmal etwas aufschlüsseln.

Allnet-Flat – Flatrate in alle Netze

Allnet-Flat bedeutet üblicherweise, dass Sie in alle deutschen Netze kostenlos telefonieren können. Sonderrufnummern oder Servicerufnummern sind dabei in aller Regel ausgeschlossen. Inzwischen haben sich aber auch Inklusivminuten immer mehr etabliert. Hier kann dann von einer Allnet-Flatrate nicht die Rede sein, doch oft sind 50 oder 100 in dem Vertrag enthaltene Freiminuten auch schon ausreichend, Sie in die verschiedenen Netze dann frei abtelefonieren können. Denn gerade Geringtelefonierer, denen es eher auf die Erreichbarkeit ankommt, sind mit einem derartigen Handyvertrag gut beraten. Erst recht, wenn mehr Messengerdienste genutzt werden, als telefoniert wird.

SIM-only-Tarif – Tarif enthält nur eine SIM-Karte

Sim-Only-Tarif HandyvertragDer Begriff SIM-Only ist den meisten Nutzern heute vertraut, wird aber vielfach mit einer Prepaidkarte in einen Topf geworfen. Beides ist jedoch möglich. Beim Prepaid wird das Nutzungsentgelt vor einer Nutzung der SIM-Karte gezahlt. Bei einem SIM-Only Laufzeittarif muss das nicht unbedingt der Fall sein. Hier handelt es sich oft um einen ganz herkömmlichen Vertrag mit einer bestimmten Vertragslaufzeit. Die Kosten werden monatlich abgerechnet und es gibt somit einen monatlichen Grundpreis. Die Laufzeit muss allerdings ebenfalls heute nicht mehr zwangsläufig über 24 Monate gehen.

Mittlerweile gibt es auch Verträge mit einer monatlichen Kündigungsfrist. Diese neuen Laufzeiten bieten dem Nutzer viel Freiheit. Schnell kann einmal das Netz oder der komplette Vertrag gewechselt werden. Haben Sie hier einen Tarif mit 3, 5 oder sogar 10GB Internet-Flat, Full-Flat-Tarif in alle deutschen Netze und im besten Fall noch mit Flat-SMS gewählt, sind Sie immer auf der sicheren Seite. Monatlich kündbare Tarife liegen heutzutage oft schon bei unter 15 Euro oder in Sonderaktionen noch günstiger.

Dagegen bei einer SIM-Only, die über Prepaid bezahlt wird, können zwar Ihre Kinder niemals das Guthaben überziehen. Allerdings können sie Sie auch nicht mehr anrufen, wenn das Guthaben aufgebraucht sein sollte. Schnell lädt man hier 30 und mehr Euro im Monat auf. Erst recht, wenn die Sprößlinge das Internet entdeckt haben 😉

Internetflatrate – Inklusivvolumen und Datenautomatik

Verwirrend ist für die Nutzer oft das Inklusivvolumen. Viele denken, dass nach dem Verbrauch des Inklusivvolumens keine Internetverbindung mehr hergestellt werden kann. Doch der Begriff bezeichnet lediglich das Volumen, welches Sie über eine schnelle Verbindung wie beispielsweise LTE nutzen können. Ist dieses Volumen aufgebraucht, können Sie das Internet weiterhin nutzen, jedoch in gebremster Form. Das heißt, der Seitenaufbau wird langsamer sein.

Einige Verträge beinhalten eine sogenannte Datenautomatik. Hier wird die Geschwindigkeit nicht sofort gedrosselt, sondern automatisch wird ein bestimmtes zusätzliches Volumen auf Ihren Vertrag aufgebucht. Dafür wird ein zusätzlicher Betrag auf Ihrer Rechnung für den betreffenden Monat erscheinen. Teilweise kann die Datenautomatik bis zu drei Mal in einem Monat einsetzen, das hängt von den Bedingungen in Ihrem Mobilfunkvertrag ab. Oft lässt sich die Datenautomatik abschalten, damit die monatliche Rechnung möglichst günstig ausfällt. Diese Funktion ist aber natürlich ganz praktisch, wenn Sie unterwegs gerade eine Mail downloaden, die vielleicht einige größere Anhänge enthält.