Handytarif mit Datenautomatik – was ist das?

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Die Datenautomatik ist bei vielen Anbietern von monatlich günstigen Handyverträgen inzwischen ein fester Bestandteil des Tarifs. Wer bisher noch nicht damit konfrontiert wurde, hat meistens noch einen etwas älteren oder einen Laufzeitvertrag. Denn fast sämtliche Anbieter von sehr günstigen SIMOnly-Handytarifen bieten mittlerweile die Option der Datenautomatik an.

Aber was ist eine Datenautomatik überhaupt?

Ist das Inklusivvolumen eines Handyvertrags ausgeschöpft, wird es automatisch aufgestockt. Das passiert bei den meisten Anbietern bis zu drei Mal innerhalb eines Abrechnungszeitraums / Monats. Stellen Sie sich also vor, Sie haben einen besonders günstigen Vertrag von etwa sechs Euro, der sogar ein Inklusivvolumen von 1000 MB bietet gefunden.

Diesen buchen Sie je für Ihre 3 Kinder, da augenscheinlich günstig und monatlich überschaubare Kosten entstehen. Meist sind diese günstigen Tarife auch schon monatlich kündbar, bringen also keine Laufzeitbindung über 24 Monate mit sich. Auf den ersten Blick nur Vorteile!

Tarif mit Datenautomatik

Schnell ist aber, in Zeiten von Whatsapp und Youtube, das Surfvolumen am Ende und Ihr freundlicher Anbieter bucht Ihnen automatisch noch einmal beispielsweise 100 MB auf. Allerdings verlangt er für jede dieser automatischen Aufbuchungen dann oft bis zu zwei Euro. Wenn drei neue Aufbuchungen durch die Datenautomatik erfolgen, sind diese 300 MB also noch einmal genauso teuer wie der gesamte Vertrag überhaupt…

Verbraucherzentrale und die Abschaltung der Automatik

Inzwischen gehen Verbraucherzentralen gegen die Datenautomatik als fester und nicht kündbarer Bestandteil von Verträgen vor. Allerdings verweisen die Anbieter darauf, dass klar ausgewiesen ist, wie die Datenautomatik funktioniert und wann sie greift.

Das heißt für Sie, dass Sie weiterhin darauf achten sollten, einen Vertrag ohne Datenautomatik auszuwählen. Oder zumindest einen Anbieter zu wählen, der eine Abschaltung oder Deaktivierung der Datenautomatik zulässt. Wenn möglich, sollten Sie die Datenautomatik dann sofort deaktivieren, wenn nicht gewollt.

Allerdings benachrichtigt der Anbieter i.d.R. per SMS bei Erreichen des monatlichen Freivolumens und Aktivierung der Datenautomatik. Möchten Sie nun sicher sein, dass keine Kosten anfallen, surfen Sie nur noch im WLAN und deaktivieren Sie den mobilen Zugang Ihres Smartphones bis in den nächsten Monat hinein. Auch gibt es mittlerweile APPs, die den aktuellen Verbrauch anzeigen. So haben Sie einen Übrblick des monatlichen Ist-Standes zur Hand. Bei Kindern aber sicher nicht so einfach händelbar.

Kundenfreundlich?

Die Anbieter stellen die Automatik natürlich als echte Kundenfreundlichkeit heraus, denn die Kunden können schließlich sofort weiter mobil im schnellen Internet surfen ohne dass der Zugang sofort gedrosselt wird. Doch Sie sollten vorher prüfen und überlegen, wie viel schnelles Internet Sie benötigen und besser gleich einen entsprechenden Tarif wählen.

Bei manchen Anbietern lässt sich die Datenautomatik gar nicht abschalten, bei einigen anderen Anbietern kann die Automatik abgeschalten werden. Kundenfreundlich meist über die Login-Seite Ihres Accounts beim Anbieter, per Hotline ode sogar per SMS.

Grundsätzlich gilt also: Keine Angst vor einer Datenautomatik. Tasten Sie sich die ersten 2-3 Monate an Ihren Verbrauch heran und stocken Sie dann Ihren Vertrag einfach weiter auf oder gehen Sie mit der Automatik um, wie zuvor beschrieben. Kommen Sie überhaupt nicht zurecht, dann kündigen Sie halt einfach und gehen zu einem anderen Anbieter. Achten Sie also bei Abschluss auf eine mögliche monatliche Kündigungsfrist statt langer Laufzeit. So bleiben Sie flexibel und ungebunden…

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